Finale beim Brexit…?

Die letzte Woche war weiterhin durch die Nervosität um den Brexit bestimmt. Der EUR konnte in diesem Umfeld allerdings ein wenig Boden gut machen. Am Freitag sind noch die mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarkdaten veröffentlicht worden. Nachdem der Stellenaufbau in den USA im Februar noch deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben war, kam es im März wieder zu einem deutlichen Plus. Die Daten legen nahe, dass der Aufschwung am US-Arbeitsmarkt weiter anhält. Allerdings ist der Lohndruck sehr gering, dies könnte den USD ein wenig unter Druck setzen, da dies ein Dämpfer für die US-Zinsphantasien ist.

In dieser Woche steht die EZB-Zinssitzung im Mittelpunkt. Das Überraschungspotenzial ist allerdings eher begrenzt, es ist nicht mit wesentlichen Neuigkeiten zu rechnen. Die Marktteilnehmer wird daher vor allem interessieren, wie die EZB eventuelle konjunkturelle Abwärtsrisiken einschätzt.
Politisch steht weiter der Brexit im Mittelpunkt. Bis zum 12. April muss Großbritanien entscheiden, ob eine Teilnahme an den EU-Parlamentswahlen geplant ist. Andernfalls würde es auf Basis der aktuellen Lage zu einem ungeordneten EU-Austritt Großbritanniens kommen. Am 10. April wird sich der Europäische Rat in einer Notsitzung erneut mit diesem Thema beschäftigen. Die Volatilität beim Wechselkurspaar EUR/GBP dürfte aufgrund der Unsicherheit also hoch bleiben.

« zurück zur Übersicht

Ähnliche Beiträge

Unabhängigkeit der Fed?

Der EUR zeigte sich letzte Woche in guter Form und zog auf über 1,132 USD an. Dies bedeutet den höchsten Stand seit Ende März. Auch zum CHF machte er bis auf 1,133CHF Boden gut. Unterdessen macht sich (nicht nur) EZB-Präsident Mario Draghi Sorgen um die Unabhängigkeit der amerikanischen Notenbank....

Was bewegt die Märkte?

Die Verunsicherung an den globalen Kapitalmärkten hatte letzte Woche wieder deutlich zugenommen. Dies liegt im Moment beinahe ausschließlich an der Hängepartie um den „Brexit“. Nachdem am Freitag zum dritten Mal gegen den EU-Austrittsvertrag der Regierung gestimmt wurde, muss das Vereinigte Königreich der EU bis zum 12. April mitteilen, ob...