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Unabhängigkeit der Fed?

Der EUR zeigte sich letzte Woche in guter Form und zog auf über 1,132 USD an. Dies bedeutet den höchsten Stand seit Ende März. Auch zum CHF machte er bis auf 1,133CHF Boden gut.
Unterdessen macht sich (nicht nur) EZB-Präsident Mario Draghi Sorgen um die Unabhängigkeit der amerikanischen Notenbank. Sollte sie diese verlieren, könne das Vertrauen in die weltweite Geldpolitik untergraben werden, warnte er am Samstag auf dem Frühjahrstreffen von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Washington. Donald Trump hat die Zinspolitik der Federal Reserve zuletzt immer wieder massiv kritisiert und erst unlängst zwei Vertraute und Weggefährten für das Führungsgremium der Notenbank nominiert. Trump hatte sich öffentlich für eine vorsichtigere Zinspolitik ausgesprochen, um die amerikanische Konjunktur zu stärken und damit auch seine eigenen Wahlchancen zu fördern. Dieses Wochenende legte er bei seiner scharfen Kritik nach: Die Fed hätte für tausende US-Börsen-Punkte mehr sorgen können.
SNB-Chef Thomas Jordan hat am Rande dieser Tagung klare Worte gegen eine weitere Flucht in den CHF gefunden: “Der CHF ist weiter überbewertet!” und  die SNB sieht “noch mehr Platz für mögliche Interventionen. Die Schweizer Zins-Politik ist derzeit ok, aber wir könnten auch noch die Negativzinsen senken und/oder andere Massnahmen treffen falls nötig”.
Diese Woche veröffentlicht China seine Wachstumszahlen für das 1. Quartal 2019. In den vorherigen Quartalen hatte sich die Wachstumsdynamik deutlich abgekühlt.. Besonders Signale in Richtung einer Stabilisierung der chinesischen Wirtschaft hätten das Potential, den Risikoappetit der Anleger anzuregen.

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