Was bewegt die Märkte?

Die Verunsicherung an den globalen Kapitalmärkten hatte letzte Woche wieder deutlich zugenommen. Dies liegt im Moment beinahe ausschließlich an der Hängepartie um den „Brexit“. Nachdem am Freitag zum dritten Mal gegen den EU-Austrittsvertrag der Regierung gestimmt wurde, muss das Vereinigte Königreich der EU bis zum 12. April mitteilen, ob es zu einem harten Brexit kommt oder wie die Alternativpläne der britischen Regierung aussehen. Gestern hat Premierministerin May nach ihren erfolglosen Versuchen offenbar aufgegeben, ihren Deal mit aller Macht im Parlament durchzubringen. Stattdessen geht sie nun auf die Opposition zu, um die Möglichkeit einer Koalition in Sachen Brexit auszuloten. Die überraschende Ankündigung dieser Kompromissbereitschaft bestärkte die Hoffnungen auf eine weiche Austrittsvariante und hat die Devisenmärkte ein wenig beruhigt. Der EUR ist zum USD und CHF leicht gestiegen.

Unterstützt wird diese Entwicklung von positiven Meldungen, dass die USA und China vor dem Ende ihres Handelsstreits stehen. Offen sind wohl noch die Fragen, wann bereits eingeführte US-Zölle auf chinesische Waren wieder abgeschafft werden und wie sichergestellt wird, dass China sich auch an die Vereinbarungen hält.

Sollte allerdings wieder so etwas wie Normalität einkehren, wird sich die Situation an den Devisenmärkten wieder entspannen und Levestor wird die Handelsfrequenz deutlich erhöhen.

Von Datenseite ist am Freitag der US-Arbeitsmarktbericht für den Monat März von sehr großer Bedeutung.

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